Die Wahl der richtigen Maschinenstretchfolie beeinflusst maßgeblich die Stabilität einer Palette, den Folienverbrauch und die Sicherheit während Lagerung und Transport. Für viele Unternehmen stellt sich dabei vor allem eine Frage: Reicht eine dünne Folie aus oder ist eine stärkere Maschinenstretchfolie die bessere Lösung?
Die Antwort hängt nicht nur von der Folienstärke in Mikrometer ab. Auch Palettengewicht, Ladungsform, Kanten, Wickelverfahren und die verwendete Stretchfolienmaschine spielen eine wichtige Rolle.
In diesem Ratgeber erfahren Sie, worauf es bei der Auswahl ankommt und wann beispielsweise 17 µm oder 20 µm Maschinenstretchfolie sinnvoll sein können.
Was ist Maschinenstretchfolie?
Maschinenstretchfolie ist eine Stretchfolie, die für die Verarbeitung mit einer automatischen oder halbautomatischen Wickelmaschine entwickelt wurde. Die Maschine wickelt die Folie kontrolliert um die Palette und kann dabei die Folie je nach Anwendung vorstrecken.
Das ermöglicht eine gleichmäßige Wicklung und eine reproduzierbare Sicherung der Ladung.
Für Unternehmen mit regelmäßigem Palettenaufkommen kann Maschinenstretchfolie deshalb eine effiziente Lösung für die Ladungssicherung sein.
Warum die Folienstärke nicht allein entscheidet
Bei der Auswahl einer Maschinenstretchfolie wird häufig zuerst auf die Anzahl der Mikrometer geachtet. Das ist jedoch nur ein Teil der Entscheidung.
Eine geringere Folienstärke kann interessant sein, wenn die Folie über ausreichende mechanische Eigenschaften verfügt und die Maschine optimal eingestellt ist. Eine stärkere Folie kann dagegen bei anspruchsvolleren Ladungen zusätzliche Reserven bieten.
Entscheidend ist deshalb nicht:
„Welche Folie ist am dicksten?“
Sondern:
„Welche Folie sichert meine konkrete Ladung mit möglichst wenig Material zuverlässig?“
Maschinenstretchfolie 17 µm oder 20 µm?
Die Varianten 17 µm und 20 µm gehören zu den konkreten Suchanfragen, die in Deutschland bereits messbares Suchvolumen aufweisen. Semrush weist für „maschinenstretchfolie 17my“ 110 Suchanfragen pro Monat bei einer Keyword Difficulty von 2 aus. Für „maschinenstretchfolie 20my“ sind es 90 Suchanfragen bei einer Difficulty von 1.
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Maschinenstretchfolie 17 µm
Eine 17-µm-Folie kann für Unternehmen interessant sein, die den Materialeinsatz reduzieren möchten und gleichzeitig eine zuverlässige Ladungssicherung benötigen.
Sie kann insbesondere dann sinnvoll sein, wenn:
- die Paletten relativ stabil aufgebaut sind,
- die Ladung keine extrem scharfen Kanten besitzt,
- die Wickelmaschine präzise eingestellt werden kann,
- und die Folieneigenschaften zur Anwendung passen.
Eine dünnere Folie sollte jedoch nicht allein wegen ihres geringeren Materialeinsatzes ausgewählt werden.
Maschinenstretchfolie 20 µm
Eine 20-µm-Maschinenstretchfolie kann mehr Materialstärke bieten und für Anwendungen interessant sein, bei denen eine höhere Belastbarkeit benötigt wird.
Sie kann beispielsweise bei schwereren oder anspruchsvolleren Ladeeinheiten eine geeignete Option sein.
Auch hier gilt: Eine höhere Stärke bedeutet nicht automatisch, dass die Folie insgesamt die wirtschaftlichste Lösung ist.
Was sollte vor der Auswahl geprüft werden?
1. Gewicht der Palette
Je schwerer die Ladung, desto wichtiger sind ausreichende Haltekraft und Stabilität der Wicklung.
Eine leichte Kartonpalette stellt andere Anforderungen als eine schwere industrielle Ladeeinheit.
2. Form der Ladung
Paletten mit gleichmäßigen, stabilen Kanten sind einfacher zu wickeln als Ladungen mit hervorstehenden oder unregelmäßigen Bereichen.
Bei empfindlichen Produkten sollte außerdem darauf geachtet werden, dass die Folie ausreichend Spannung aufbauen kann, ohne die Ware unnötig zu belasten.
3. Kanten und Oberflächen
Scharfe Kanten können die Folie während des Wickelvorgangs stärker beanspruchen.
In solchen Fällen reicht es nicht aus, nur die Dicke der Folie zu betrachten. Materialeigenschaften und Durchstoßfestigkeit müssen ebenfalls zur Anwendung passen.
4. Wickelmaschine
Eine moderne Wickelmaschine ermöglicht eine kontrollierte Verarbeitung der Folie. Entscheidend sind unter anderem die Einstellungen für Spannung, Vorreckung und Wickelmuster.
Eine gute Folie kann ihre Vorteile nur dann vollständig ausspielen, wenn die Maschine korrekt eingestellt ist.
5. Transportbedingungen
Die Anforderungen unterscheiden sich je nachdem, ob eine Palette nur innerbetrieblich bewegt, im Lager abgestellt oder über längere Strecken transportiert wird.
Bei Export- und Ferntransporten können zusätzliche Anforderungen an Stabilität und Schutz entstehen.
Weniger Mikrometer bedeutet nicht automatisch weniger Kosten
Bei Stretchfolie ist der Preis pro Rolle nicht der einzige relevante Faktor.
Eine dünnere Folie kann auf den ersten Blick günstiger wirken. Entscheidend ist jedoch, wie viel Folie tatsächlich pro Palette verbraucht wird.
Eine leistungsfähige Maschinenstretchfolie kann durch kontrollierte Dehnung und optimierte Wickelparameter dazu beitragen, den Folienverbrauch pro Palette zu reduzieren.
Deshalb sollte der Einkauf nicht nur den Preis pro Rolle, sondern auch den Verbrauch pro Palette betrachten.
Wie kann der Folienverbrauch reduziert werden?
Unternehmen sollten zunächst prüfen, wie die bestehende Verpackung tatsächlich arbeitet.
Wichtige Faktoren sind:
- Anzahl der Wicklungen
- Wickelspannung
- Vorreckung
- Palettenhöhe
- Gewicht der Ladung
- Stabilität der Produkte
- Folienqualität
- Einstellungen der Wickelmaschine
Wenn eine Palette beispielsweise mit zu vielen Wicklungen gesichert wird, kann unnötig viel Material eingesetzt werden.
Eine systematische Optimierung kann deshalb wirtschaftlicher sein als einfach eine dünnere Folie einzukaufen.
Maschinenstretchfolie kaufen: Worauf Unternehmen achten sollten
Wer Maschinenstretchfolie kaufen möchte, sollte den Einsatzbereich möglichst genau definieren.
Neben der Folienstärke sollten unter anderem folgende Fragen beantwortet werden:
Welche Paletten werden gewickelt?
Leichte Kartons, schwere Industrieprodukte oder gemischte Ladungen stellen unterschiedliche Anforderungen.
Welche Maschine wird eingesetzt?
Nicht jede Maschine arbeitet mit denselben Einstellungen und Vorreckungsverhältnissen.
Welche Rollenabmessungen werden benötigt?
Breite, Länge und Rollengeometrie müssen mit der Maschine kompatibel sein.
Welche Transportbedingungen gelten?
Lagerung, Inlandstransport und Export können unterschiedliche Anforderungen an die Ladungssicherung stellen.
Ist die Folie für den gewünschten Vorreckungsgrad geeignet?
Das beeinflusst sowohl die Verarbeitung als auch den tatsächlichen Materialverbrauch.
17 µm oder 20 µm – welche Maschinenstretchfolie ist besser?
Es gibt keine universelle Antwort.
Eine 17-µm-Folie kann bei geeigneter Anwendung eine interessante Option für die Materialoptimierung sein. Eine 20-µm-Folie kann dagegen bei anspruchsvolleren Ladeeinheiten zusätzliche Reserven bieten.
Die richtige Wahl sollte deshalb anhand einer realen Verpackungsanwendung getroffen werden.
Ein sinnvoller Vergleich berücksichtigt:
| Kriterium | 17 µm | 20 µm |
|---|---|---|
| Materialstärke | geringer | höher |
| Potenzial zur Materialreduzierung | hoch | abhängig von der Anwendung |
| Mechanische Reserve | anwendungsabhängig | tendenziell höher |
| Geeignet für | optimierte, stabile Ladungen | anspruchsvollere Anwendungen |
| Entscheidung | nicht nur nach Preis | nicht nur nach Dicke |
Maschinenstretchfolie und Wickelmaschine gemeinsam betrachten
Ein häufiger Fehler besteht darin, Folie und Maschine getrennt voneinander zu betrachten.
Die Leistung einer Maschinenstretchfolie hängt auch davon ab, wie die Maschine sie verarbeitet.
Eine korrekt eingestellte Wickelmaschine kann dabei helfen, die Folie gleichmäßig zu dehnen und die Ladung reproduzierbar zu sichern.
Deshalb sollte die Auswahl der Folie immer gemeinsam mit dem vorhandenen Wickelprozess betrachtet werden.
Wann ist Maschinenstretchfolie besonders interessant?
Maschinenstretchfolie ist besonders relevant für Unternehmen, die regelmäßig größere Mengen an Paletten verpacken.
Typische Einsatzbereiche sind beispielsweise:
- Logistik und Versand
- industrielle Produktion
- Lager und Distribution
- Exportverpackung
- Paletten mit standardisierten Ladeeinheiten
- automatisierte Verpackungslinien
Je höher das Palettenvolumen, desto wichtiger werden ein stabiler Prozess und ein kontrollierbarer Folienverbrauch.
Die fünf häufigsten Fehler bei der Auswahl
Nur nach dem Preis pro Rolle entscheiden
Der Rollenpreis zeigt nicht, wie viel die Sicherung einer einzelnen Palette tatsächlich kostet.
Nur auf die Mikrometerzahl achten
17 µm oder 20 µm sagt allein noch nicht aus, welche Folie für eine bestimmte Anwendung besser geeignet ist.
Die Maschine nicht berücksichtigen
Folie und Wickelmaschine müssen zusammenpassen.
Zu viele Wicklungen einsetzen
Eine unnötig hohe Zahl an Wicklungen kann Materialverbrauch und Verpackungskosten erhöhen.
Keine Praxistests durchführen
Die ideale Folie sollte anhand der tatsächlichen Ladung und des realen Verpackungsprozesses bewertet werden.
Fazit
Die richtige Maschinenstretchfolie wird nicht allein anhand der Folienstärke ausgewählt. Entscheidend ist das Zusammenspiel aus Ladungsgewicht, Palettenform, Folieneigenschaften, Vorreckung, Wickelmaschine und Transportbedingungen.
Gerade bei der Auswahl zwischen 17 µm und 20 µm lohnt es sich, den tatsächlichen Folienverbrauch und die Stabilität der Palette zu vergleichen.
Für Unternehmen, die regelmäßig Paletten automatisiert verpacken, kann eine optimierte Maschinenstretchfolie dazu beitragen, Verpackungsprozesse zuverlässiger und effizienter zu gestalten.
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